Herkunft und Geschichte der Kartoffel






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Beschreibung
Die Kartoffel kommt ursprünglich aus Südamerika; den Hochlagen in den Kordilleren und den Küstenregionen von Chile und Peru. Da der bereits lange verbreitete Mais nur bis etwa 3000 Meter Höhe akzeptable Erträge lieferte, ermöglichten gerade auch die Vielzahl und Vielseitigkeit tausender, regionaler Sorten die Erschließung der Anden bis in gro0e Höhen, in denen sogar frostunempfindliche Sorten kultiviert werden konnten. Später dann wurden darüber hinaus ausgeklügelte Verfahren entwickelt, die durch wechselweises Trocknen und Gefrieren der Knollen zu Chuno-Knollen und - Mehl die Konservierung der Kartoffel für nahezu unbegrenzte Zeit ermöglichte und zugleich ihr Gewicht auf etwa 15% des Ursprunges reduzierte und sie so ideal transportierbar machte.

Sie ist den Inkas schon seit über 2000 Jahren als wertvolles Nahrungsmittel bekannt.

Vermutlich im Jahre 1536 gelangte die Kartoffel nach der Eroberung des Inkarei-ches (1529-1535) nach Spanien und damit auf den europäischen Kontinent.

Der Name „Kartoffel“ beruht auf dem italienischen Wort „tartufo“ für Trüffel, weil die Knollen von den spanischen Eroberern anfangs mit Trüffel-Pilzen verwechselt wurden, was man auch heute noch an den alten Sorten wie z.B. der französischen Trüffelkartoffel (Vitelotte) gut nachvollziehen kann.

Ende des 16. Jahrhunderts erlangte der Kartoffelanbau dann in Spanien und auf den Kanarischen Inseln als Zwischenstation der spanischen Eroberer auf dem Weg nach Amerika, und bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts dann auch in Irland größere Bedeutung. In Deutschland mussten 1746 auf Befehl des Preußenkönigs Friedrich des Großen Kartoffeln gepflanzt werden. Die Legende berichtet von einem "Trick", den der Preußenkönig anwendete um die seiner Ansicht nach vortreffliche Frucht, den Menschen im Land jedoch fremde Knolle schmackhaft zu machen. Er ließ eine Versuchsparzelle so schwer von Soldaten bewachen, dass der enorme Wert und die Bedeutung der Knolle schon bald im ganzen Land Gesprächsthema war.

Den endgültigen Durchbruch als Grundnahrungsmittel schaffte die Kartoffel dann in Deutschland in der Hungersnot während des Siebenjährigen Krieges 1756 -1763, wo sie sich als sättigende und Vitaminhaltige Ernährung bewährte, wie schon Jahrhunderte lang zuvor in den Hochlagen der südamerikanischen Anden.

Mit zunehmenden Anbauflächen und auch Erträgen gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde dann bereits mit der Branntweinherstellung und Mitte des 19. Jahrhunderts mit der industriellen Stärkegewinnung aus Kartoffeln begonnen.