Kokoserde als Ersatz für Torf ?




Deutschland

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Beschreibung
Kokosfasern gibt es inzwischen auch als praktische Mulchscheiben für den Garten © kokos-erde.de

Kokosfasern - eine ökologische Alternative zum Torfabbau?

Torf entstand früher durch die Trockenlegung der Moore und war somit sehr beliebt als Heizmaterial und für den Garten. Doch diese Biotope brauchen Jahrhunderte, um zu entstehen. In Deutschland existieren von den ursprünglichen 9000 Quadratkilometern, die unsere Naturmoore einmal umfassten, nur noch rund 6 %. Deshalb verzichten sehr viele Menschen heute auf Torf für ihre Gärten und Blumentöpfe. Mittlerweile gibt es viele Firmen, die Blumenerde & Co. mit dem Vermerk "torffrei" vertreiben. Ohnehin bietet Torf aufgrund seines sauren PH-Wertes nicht immer ideale Wachstumsbedingungen. Alternative Substrate wie z.B. aus Kokosfaser werden wohl auch deshalb immer beliebter. Dies liegt am geringen Eigengewicht und an den vielen positiven Eigenschaften dieser Blumenerde. Das Substrat muss lediglich mit etwas Wasser aufbereitet werden und kann dann eingesetzt werden.

Herkunft und Ökologie

In Indien und Sri Lanka befinden sich viele Kokosplantagen, die einen Großteil des weltweiten Bedarfes an Kokosöl und Kokosnüssen decken. Als Abfallprodukt fallen enorme Mengen an Kokosnussschalen an. Aufgrund der großen Mengen und der langen Verottungszeit eignen sich diese leider nicht zur alleinigen Kompostierung und werden deshalb auch heute meist noch verbrannt. Das ist nicht nur eine Verschwendung wertvoller Biomasse, sondern bringt zugleich nicht unerhebliche Rauchbelastungen mit sich. Eine Verarbeitung der Fasern zu Kokoserde bringt deshalb Abhilfe in der Verwertung der anfallenden Mengen und schafft darüber hinaus zusätzliche Einnahmequellen in den Ursprungsländern.

Kokoserde für Kartoffeln

Wer auf dem Balkon in Pflanzsäcken Kartoffeln züchten möchte, oder sein Gartenbeet für Kartoffeln mit etwas neuer Erde auffrischen will, sollte über die Verwendung von Kokserde nachdenken, um das verwendete Bodensubstrat oder die Pflanzende dauerhaft zu lockern. Aber nicht nur Kartoffeln - nahezu alle Zier- und Nutzpflanzen, sei es im Garten oder im Topf mögen einen lockeren und gut durchlüfteten Boden. Schon eine Woche Staunässe kann die feinsten Haarwurzeln zum faulen bringen und so die Nährstoffversorgung unterbrechen. Kokoserde ist von seiner Struktur her sehr luftig und verrottet nur langsam. Die Fasern speichern einerseits Feuchtigkeit und verhindern doch zugleich die schädliche Staunässe. Da die Kokosfasern selber keinen Dünger enthalten, muss und kann dieser durch Kompost, Mist oder Handelsdünger je nach Nährstoffbedarf der Pflanzen zugeführt werden. Kartoffeln brauchen über die gesamte Wachstumsphase relativ gleichmäßig eine relativ hohe Stickstoffzufuhr. Schnell kann jedoch eine Düngung mit zu viel Stickstoff zu einem schlechten Geschmack und einer verminderten Lagerfähigkeit führen. Je löslicher der Dünger ist, desto weniger und öfter sollte er zum Einsatz kommen. Ein Depotdünger, der gleichmäßig Nährstoffe abgibt ist sehr praktisch. Eine Gründüngung mit stickstoff sammelnden Leguminosen als Vorfrucht für Kartoffeln ist immer noch die erste Wahl. Werden Kompost oder Mist verwendet, sollte man sie bereits im Herbst in den Boden einbringen, falls sie noch nicht ordentlich kompostiert sind. Besser ist jedoch im Frühjahr die Gabe von gut verrottetem, humosem Mistkompost direkt ins Pflanzloch. Organische Volldünger sind jedoch ebenfalls gut geeignet um die Erde auf den Kartoffelanbau vorzubereiten, wenn der Boden selber einen guten, lebendigen Eindruck macht und etwas Kompost zusätzlich zur Verfügung steht.

Wann kommt die Kokoserde zum Einsatz?

Im Herbst wird der Boden für Kartoffeln tief umgegraben. Dabei müssen die Erdschollen nicht unbedingt zerkleinert werden, denn in frostigen Wintern erledigt die die sogenannte Frostgar. Im Frühling können die verbliebenen Erdschollen mit dem Kreil weiter aufgelockert und das Beet geebnet werden. Gerade bei schwereren, lehmigen Böden, die zu Staunässe neigen ist jetzt ein guter Zeitpunkt um die Kokoserde mit in den Boden einzuarbeiten. Sie wird dadurch lockerer und luftdurchlässiger und speichert zugleich mehr Wasser. Legen Sie die Pflanzkartoffeln erst dann, wenn der Boden mindestens 8 Grad hat. Dazu die Kartoffeln in Reihen ca 15 cm tief setzen. Die Erde leicht andrücken und angießen. Beachten Sie, dass Kokoserde viel besser Feuchtigkeit speichert. Sie müssen also nicht so oft gießen, damit die Kartoffeln gedeihen.