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Oberbayern

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VFA - Verein zur Förderung der Auerochsenzucht e.V.

Verein zur Förderung der Auerochsenzucht

82319 Starnberg
Deutschland

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Beschreibung
VFA - Verein zur
Förderung der Auerochsensucht e.V.
Walter Frisch
Watzmannstrasse 4
82319 Starnberg
Deutschland

Tel.:+49 (0)8151 189194
Fax:+49 (0)8151 189195
E-Mail: wa.frisch[at] auerochsen.de
Internet: www.auerochsen.de

copyright: VFA

Die Rückzüchtung des Stammvaters aller Hausrinder

Einst war der Auerochse über weite Teile Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. Vom Menschen gejagt und durch die sich auf Kosten der Wälder ausbreitende Kulturlandschaft verdrängt, ist er jedoch vor ca. 300 Jahren ausgestorben. Die letzten Tiere haben sich in den Wäldern von Masowien (Polen) gehalten und wurden zuletzt in der Jaktorowka auf dieselbe Weise gehegt, wie heut zu Tage der Wisent. In den heute lebenden Nachfahren, einigen halbwild gehaltenen Rinderrassen, aber auch in den Hausrinderrassen sind jedoch viele Eigenschaften des Ur-Rindes erhalten. Der Verein zur Förderung der Auerochsenzucht (VFA) bemüht sich um die zur Erhaltung dieser gesunden und langlebigen Rinderrasse durch Koordination der (Rück-) Züchtungsbemühungen an den verschiedenen Standorten in Europa. Gerade mit der Zunahme der extensiven Wildrinderhaltung in wirtschaftlichen Randlagen bieten sich für die Landwirtschaft im Rahmen verschiedener europäischer Förderprogramme wieder interessante Möglichkeiten diese Tiere zu halten und insbesondere in der Landschaftspflege wirtschaftlich einzusetzen. Seit 1981 werden hierzu erfolgversprechende Versuche mit rückgezüchteten Auerochsen unternommen.

Eine der inzwischen wieder einige Dutzend umfassenden Zuchtherden hat auf der Insel Wörth im oberbayrischen Staffelsee ein neues Zuhause gefunden. Die Bayerische Schlösserverwaltung und die Familie Frisch als landwirtschaftliche Pächter der Insel Wörth haben im Dezember 2005 die erste Rinderherde mit einer Fähre über den Staffelsee auf die Insel transportiert.

Nach dem die traditionell hier auf der Insel beheimatete Milchwirtschaft zunehmend unwirtschaftlich geworden war, werden die Tiere heute auf der Insel für die Landschaftspflege eingesetzt. Das Beweidungsprojekt soll verhindern, dass die Insellandschaft verwildert. Zudem bleiben die artenreiche Flora und Fauna erhalten.

Walter Frisch hat zusammen mit seiner Frau Ilka als Erster in Deutschland die Auerochsen für die landwirtschaftlich extensive Grünlandnutzung wiederentdeckt. Seit 1981 setzt er die Tiere als ganzjährig im Freien lebende Landschaftspfleger in Oberbayern ein. Er ist geschäftsführender Vorstand des Vereins zur Förderung der Auerochsenzucht (VFA) und hat bislang mit seiner Familie einen Gutshof in Steinberg bei Weilheim in Oberbayern betrieben. Mit der Auswilderung seiner Tiere auf der Insel Wörth geht für ihn ein langgehegter Traum in Erfüllung.

Die Tiere, die durchschnittlich zwischen 500 und 800 Kilogramm wiegen, sind sehr robust und widerstandsfähig. Kälte und Schnee vertragen sie gut, deshalb bleiben sie auch den ganzen Winter über auf der Insel, die mit rund 35 Hektar die größte der sieben Inseln im Staffelsee ist. Neben den Forstflächen gibt es rund 16 Hektar Weidefläche sowie rund 6 Hektar Wald und Mähwiese, die schrittweise in das Landschaftspflegeprojekt einbezogen werden.

Auerochsen, die in einer Herde mit Stieren, Kühen und Kälbern leben, sind scheue Tiere und nicht aggressiv. Kühe verteidigen jedoch ihre Kälber gegen Füchse und Hunde. Die Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof, die für Verwaltung und Pflege der Insel verantwortlich ist, sowie die Eigentümer bitten deshalb, auf die wildlebenden Rinder Rücksicht zu nehmen. An der Anlegestelle für Schiffe fordern künftig Schilder die Besucher auf, die durch Elektrozäune abgegrenzten Wege nicht zu verlassen und Hunde anzuleinen. Besuche sind jedoch durchaus möglich. (Bootsverleih in Seehausen).

Weitere Informationen und Bilder unter www.auerochsen.de