Bild CERVO bei Imperia, copyright: heritage-media

Ligurien

Ligurien (italienisch Liguria) ist die drittkleinste italienische Region und grenzt im Westen an Frankreich, an den Piemont und die Emilia-Romagna im Norden sowie die Toskana im Osten. Ligurien...
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Ligurien

Ligurien (italienisch Liguria) ist die drittkleinste italienische Region und grenzt im Westen an Frankreich, an den Piemont und die Emilia-Romagna im Norden sowie die Toskana im Osten. Ligurien gibt auch diesem Teil des Tyrrhenischen Meeres (nördliches Mittelmeer) seinen Namen. Traditionelle kulinarische Spezialitäten der Region sind das besonders milde und fruchtige Olivenöl aus der Taggiasca Olive, die Ravioli und das »Pesto alla genovese«.

Die von den Bergketten der Alpen und des Apennins im Nordosten begrenzte ligurische Region wird traditionell in die Riviera di Ponente und in die Riviera di Levante unterteilt. Grenzpunkt stellt die Regionalhauptstadt Genua dar.

Hauptstadt Liguriens ist Genua. Andere bekannte Städte sind San Remo, La Spezia, Ventimiglia (Endstation vieler Züge aus Frankreich), Alassio, Imperia (Produktion von Olivenöl), Rapallo, Portofino und Savona.

Die Region ist reich an Naturschätzen und bietet durch die Verbindung von Land und Meer eine große Bandbreite an Ökosystemen.

Auf dem Territorium Liguriens befinden sich ein Nationalpark, acht Regionalparks, drei regionale Naturreservate und ein nationales Naturreservat und schließlich 19 Comunità Montane. Insgesamt stehen 12 % des ligurischen Territoriums, das heißt circa 60.000 Hektar, unter besonderem Naturschutz.

Der Ligurische Höhenweg (italienisch: Alta Via dei Monti Liguri (AVML)), ein 440 Kilometer langer Wanderweg, verbindet das grenznahe Ventimiglia mit Ceparana an der Grenze zur Toskana. Der zumeist auf den Bergkämmen des Ligurischen Apennins verlaufende Weg durchquert dabei eine Vielzahl der oben genannten Naturschutzgebiete.

Mit zwei Meeresschutzgebieten und dem Heiligtum der Wale werden bestimmte Abschnitte des Ligurischen Meers geschützt. Dabei umfasst das Heiligtum der Wale ein 87.000 Quadratkilometer großes Territorium zwischen der französischen Côte d’Azur, Sardinien und den italienischen Regionen Ligurien und Toskana.

Circa 69 % der Landesfläche Liguriens sind bewaldet. Damit hat die Region im Verhältnis zu seiner Ausdehnung die größte Waldfläche Italiens (der nationale Durchschnitt liegt bei etwa 21 %). Ligurien ist dadurch aber auch besonders anfällig für Waldbrände, die zu ungefähr 71 % durch Brandstiftung verursacht werden.


Die ligurische Flora ist typisch für die mediterranen Vegetation. In den Gebirgszonen im Westen der Region kommen jedoch alpine Einflüsse hinzu, so dass die Pflanzenwelt dort, denen der Pyrenäen und der Provence ähnelt. Zu den künstlich angesiedelten Arten gehören der Olivenbaum, die Kastanie und die Pinie. An den, dem Meer zugewandten Hängen befinden sich hauptsächlich Wein-, Oliven- und Obstkulturen. In den Küstenebenen werden gelegentlich Zitrusfrüchte, insbesondere Zitronen angebaut. Die Blumenriviera ist hingegen für ihre Zierpflanzenproduktion bekannt, die dort den wichtigsten Wirtschaftszweig darstellt.

Die die Küste dominierende Macchie besteht aus Ginster (Genista), dem Kreuzdorn Rhamnus alaternus, dem Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), der Myrte (Myrtus communis), dem Westlichen Erdbeerbaum (Arbutus unedo) und der Steineiche (Quercus ilex). Letztere besiedelte in der Vergangenheit weite Flächen Liguriens bis zu einer Höhe von 600-700 Metern. Seltener und auf die wärmeren und trockeneren Gebiete beschränkt kommen Oleaster (Olea europaea subsp. sylvestris), Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) und das Wolfsmilchgewächs Euphorbia arborea vor. Wild vorkommende Kräuter sind Thymian und Rosmarin. Außerdem wächst auf ligurischem Territorium der Echte Lorbeer (Laurus nobilis). In den kargen, windausgesetzten Zonen haben es zumeist niedrige, holzige Sträucher geschafft sich anzusiedeln. An der Küste und in der anschließenden Hügelzone wachsen Kiefern der Spezie See-Kiefer (Pinus pinaster) und seltener Aleppo-Kiefer

Die Landwirtschaft Liguriens ist stark von der Morphologie des Territoriums geprägt, das mit seinen schmalen Küstenstreifen und dem gebirgigen Hinterland nur wenig Raum zum Bewirtschaften bietet. Ein charakteristisches Bild liefern die Cinque Terre, wo mit Hilfe von Trockenmauern zahlreiche Terrassen angelegt wurden, die dem Pflanzenbau dienen. In erster Linie werden in Ligurien Früchte, Oliven und Zierpflanzen kultiviert. Vor allem in der Riviera di Ponente findet ungefähr die Hälfte der italienischen Blumenproduktion statt. Deswegen trägt die Autobahn A10 auch den Namen „Autobahn der Blumen“. Die Landwirtschaft besteht zum einen aus dem traditionellen Obst- und Gemüsebau, zum anderen aus Olivenkulturen (konzentriert um Leivi, Lavagna und Sestri Levante), Obstplantagen (Zitrone, Pfirsich und Aprikose) und Weinbau (Moscato Bianco, Ciliegiolo, Bianchetta Genovese und Vermentino). Der Großteil der Weinberge befindet sich im Umland von La Spezia, wo die roten Rebsorten Sangiovese, Ciliegiolo und Canaiolo, sowie die Weißweinsorten Bosco, Albarola, Trebbiano und Vermentino angebaut werden.

Eine Besonderheit stellt aus landwirtschaftlicher Sicht das Val di Vara dar. Hier ist der Biologische Anbau so stark ausgeprägt, dass das Tal den Beinamen „Valle del Biologico“ erhielt. Seine Hauptlandwirtschaftszweige sind die Viehzucht, die Milchwirtschaft und die Rindfleischproduktion.




Creative Commons Lizenzvertrag

Obiger Text beruht unter anderem auf Informationen der wikipedia Seite de.wikipedia.org/wiki/Ligurien mit Stand 02.2012. Das Lagebild wurde ebenfalls dieser Seite entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

Ligurien (italienisch Liguria) ist die drittkleinste italienische Region und grenzt im Westen an Frankreich, an den Piemont und die Emilia-Romagna im Norden sowie die Toskana im Osten. Ligurien gibt auch diesem Teil des Tyrrhenischen Meeres (nördliches Mittelmeer) seinen Namen. Traditionelle kulinarische Spezialitäten der Region sind das besonders milde und fruchtige Olivenöl aus der Taggiasca Olive, die Ravioli und das »Pesto alla genovese«.

Die von den Bergketten der Alpen und des Apennins im Nordosten begrenzte ligurische Region wird traditionell in die Riviera di Ponente und in die Riviera di Levante unterteilt. Grenzpunkt stellt die Regionalhauptstadt Genua dar.

Hauptstadt Liguriens ist Genua. Andere bekannte Städte sind San Remo, La Spezia, Ventimiglia (Endstation vieler Züge aus Frankreich), Alassio, Imperia (Produktion von Olivenöl), Rapallo, Portofino und Savona.

Die Region ist reich an Naturschätzen und bietet durch die Verbindung von Land und Meer eine große Bandbreite an Ökosystemen.

Auf dem Territorium Liguriens befinden sich ein Nationalpark, acht Regionalparks, drei regionale Naturreservate und ein nationales Naturreservat und schließlich 19 Comunità Montane. Insgesamt stehen 12 % des ligurischen Territoriums, das heißt circa 60.000 Hektar, unter besonderem Naturschutz.

Der Ligurische Höhenweg (italienisch: Alta Via dei Monti Liguri (AVML)), ein 440 Kilometer langer Wanderweg, verbindet das grenznahe Ventimiglia mit Ceparana an der Grenze zur Toskana. Der zumeist auf den Bergkämmen des Ligurischen Apennins verlaufende Weg durchquert dabei eine Vielzahl der oben genannten Naturschutzgebiete.

Mit zwei Meeresschutzgebieten und dem Heiligtum der Wale werden bestimmte Abschnitte des Ligurischen Meers geschützt. Dabei umfasst das Heiligtum der Wale ein 87.000 Quadratkilometer großes Territorium zwischen der französischen Côte d’Azur, Sardinien und den italienischen Regionen Ligurien und Toskana.

Circa 69 % der Landesfläche Liguriens sind bewaldet. Damit hat die Region im Verhältnis zu seiner Ausdehnung die größte Waldfläche Italiens (der nationale Durchschnitt liegt bei etwa 21 %). Ligurien ist dadurch aber auch besonders anfällig für Waldbrände, die zu ungefähr 71 % durch Brandstiftung verursacht werden.


Die ligurische Flora ist typisch für die mediterranen Vegetation. In den Gebirgszonen im Westen der Region kommen jedoch alpine Einflüsse hinzu, so dass die Pflanzenwelt dort, denen der Pyrenäen und der Provence ähnelt. Zu den künstlich angesiedelten Arten gehören der Olivenbaum, die Kastanie und die Pinie. An den, dem Meer zugewandten Hängen befinden sich hauptsächlich Wein-, Oliven- und Obstkulturen. In den Küstenebenen werden gelegentlich Zitrusfrüchte, insbesondere Zitronen angebaut. Die Blumenriviera ist hingegen für ihre Zierpflanzenproduktion bekannt, die dort den wichtigsten Wirtschaftszweig darstellt.

Die die Küste dominierende Macchie besteht aus Ginster (Genista), dem Kreuzdorn Rhamnus alaternus, dem Mastixstrauch (Pistacia lentiscus), der Myrte (Myrtus communis), dem Westlichen Erdbeerbaum (Arbutus unedo) und der Steineiche (Quercus ilex). Letztere besiedelte in der Vergangenheit weite Flächen Liguriens bis zu einer Höhe von 600-700 Metern. Seltener und auf die wärmeren und trockeneren Gebiete beschränkt kommen Oleaster (Olea europaea subsp. sylvestris), Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) und das Wolfsmilchgewächs Euphorbia arborea vor. Wild vorkommende Kräuter sind Thymian und Rosmarin. Außerdem wächst auf ligurischem Territorium der Echte Lorbeer (Laurus nobilis). In den kargen, windausgesetzten Zonen haben es zumeist niedrige, holzige Sträucher geschafft sich anzusiedeln. An der Küste und in der anschließenden Hügelzone wachsen Kiefern der Spezie See-Kiefer (Pinus pinaster) und seltener Aleppo-Kiefer

Die Landwirtschaft Liguriens ist stark von der Morphologie des Territoriums geprägt, das mit seinen schmalen Küstenstreifen und dem gebirgigen Hinterland nur wenig Raum zum Bewirtschaften bietet. Ein charakteristisches Bild liefern die Cinque Terre, wo mit Hilfe von Trockenmauern zahlreiche Terrassen angelegt wurden, die dem Pflanzenbau dienen. In erster Linie werden in Ligurien Früchte, Oliven und Zierpflanzen kultiviert. Vor allem in der Riviera di Ponente findet ungefähr die Hälfte der italienischen Blumenproduktion statt. Deswegen trägt die Autobahn A10 auch den Namen „Autobahn der Blumen“. Die Landwirtschaft besteht zum einen aus dem traditionellen Obst- und Gemüsebau, zum anderen aus Olivenkulturen (konzentriert um Leivi, Lavagna und Sestri Levante), Obstplantagen (Zitrone, Pfirsich und Aprikose) und Weinbau (Moscato Bianco, Ciliegiolo, Bianchetta Genovese und Vermentino). Der Großteil der Weinberge befindet sich im Umland von La Spezia, wo die roten Rebsorten Sangiovese, Ciliegiolo und Canaiolo, sowie die Weißweinsorten Bosco, Albarola, Trebbiano und Vermentino angebaut werden.

Eine Besonderheit stellt aus landwirtschaftlicher Sicht das Val di Vara dar. Hier ist der Biologische Anbau so stark ausgeprägt, dass das Tal den Beinamen „Valle del Biologico“ erhielt. Seine Hauptlandwirtschaftszweige sind die Viehzucht, die Milchwirtschaft und die Rindfleischproduktion.




Creative Commons Lizenzvertrag

Obiger Text beruht unter anderem auf Informationen der wikipedia Seite de.wikipedia.org/wiki/Ligurien mit Stand 02.2012. Das Lagebild wurde ebenfalls dieser Seite entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

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