Ile de Ré

Die Île de Ré – früher Île de Rhé – ist eine Insel an der französischen Westküste. Sie liegt etwa 1,6 sm westlich von La Rochelle und 6,5 sm nördlich ihrer Nachbarinsel Île d’Oléron. Zwischen den...
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Ile de Ré

Die Île de Ré – früher Île de Rhé – ist eine Insel an der französischen Westküste. Sie liegt etwa 1,6 sm westlich von La Rochelle und 6,5 sm nördlich ihrer Nachbarinsel Île d’Oléron. Zwischen den beiden Inseln liegen die Île d’Aix und eine künstliche Insel, das Fort Boyard. Die 30 Kilometer lange und bis zu fünf Kilometer breite Insel ist an der schmalsten Stelle, bei Le Martray, nur zirka 100 Meter breit. Von den Inselbewohnern und Touristen wird sie auch „Ré la Blanche“, also „Ré die Weiße“, genannt. Eine griechische Kosmographie aus dem VII. Jahrhundert nennt die Insel unter dem Namen „Ratis“. Es gibt dort ausgedehnte Marschbodenflächen, Pinien- und Zypressenwälder sowie feine Sandstrände.

Die Insel gehört zum Département Charente-Maritime in der Region Poitou-Charentes

Landwirtschaft

Hauptsächlich im fruchtbaren Osten der Insel wird auf mehr oder weniger großen Parzellen Landwirtschaft betrieben. Auf der Insel werden überwiegend Kartoffeln, Gemüse und Wein angebaut. Der leichte bis mittelschwere Sandboden erlaubt den Anbau von Kartoffelsorten, die es in Frankreich sonst nicht gibt. Sie sind die einzigen Kartoffeln in ganz Frankreich, die das Prädikat A.O.C. tragen dürfen. Das Gemüse wird frankreichweit unter der eigens geschaffenen und geschützten Herkunftsbezeichnung „Île de Ré“ vermarktet.

Salz

Ein heute weniger bedeutender Wirtschaftsfaktor ist die Salzgewinnung in den Salzgärten bei Loix. Sie beanspruchen etwa 350 Hektar. Der an den Ufern wachsende Queller wird frisch oder konserviert verkauft. Früher wurden bei der Arbeit mit dem Salz großteils Esel eingesetzt, deren Beine zum Schutz vor Insekten mit karierten Hosen bekleidet wurden. Die hosentragenden Esel sind eines der Wahrzeichen der Insel. Eine große Herde gibt es noch auf dem Gelände der Festung von Saint-Martin-de-Ré. Das „Ecomusée des Marais Salants“ informiert über die Geschichte der Salzgewinnung auf der Île de Ré.

 

 

Weinbau

Bereits seit dem 10. Jahrhundert wird auf der Insel Wein angebaut, der von da an neben dem Salz eine der wichtigsten Einnahmequellen war. Die Anbauflächen dehnten sich zeitweilig weit über 1.500 ha aus, so dass der ganze südöstliche Teil der Insel, nur von einigen Getreidefeldern unterbrochen, mit Weinpflanzen bedeckt war. Im 18. Jahrhundert erntete man regelmäßig zwischen 20.000 und 40.000 Fässer. Gedüngt wurden die Pflanzen mit Seetang. Von der Reblauskatastrophe in den Jahren 1875 bis 1880 blieb auch der Weinbau auf der Insel nicht verschont. Sie wirkte sich stark auf den Weinbau aus; nur die Pflanzen, die auf den Dünen standen, blieben weitgehend verschont. In der heutigen Zeit werden auf den verbliebenen 650 ha Rebfläche (mit steigender Tendenz) die Traubensorten Sauvignon Blanc (60 ha), Colombard (40 ha), Chardonnay (40 ha), Cabernet Sauvignon (160 ha), Cabernet Franc (160 ha), Merlot (165 ha) und Ugni Blanc (35 ha) angebaut.

Die geernteten Trauben werden in der Winzergenossenschaft (Cooperative) der Insel gekeltert. Hier entstehen Landweine in Form von Weißwein, Rotwein und Rosé, die als Vin de Pays Charentais Île de Ré verkauft werden. Dazu wird der regionaltypische Pineau aus weißem oder rotem Traubenmost namens „Ilrhea“ hergestellt. Da die Île de Ré am nordwestlichen Rand des Cognac-Gebiets liegt, wird auch ein Cognac unter der Bezeichnung „Le Gouverneur“ gebrannt.

/Île_de_Ré

Creative Commons Lizenzvertrag

Obiger Text beruht unter anderem auf Informationen der wikipedia Seite de.wikipedia.org/wiki/Île_de_Ré mit Stand 02.2012. Das Lagebild wurde ebenfalls dieser Seite entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

 

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Die Île de Ré – früher Île de Rhé – ist eine Insel an der französischen Westküste. Sie liegt etwa 1,6 sm westlich von La Rochelle und 6,5 sm nördlich ihrer Nachbarinsel Île d’Oléron. Zwischen den beiden Inseln liegen die Île d’Aix und eine künstliche Insel, das Fort Boyard. Die 30 Kilometer lange und bis zu fünf Kilometer breite Insel ist an der schmalsten Stelle, bei Le Martray, nur zirka 100 Meter breit. Von den Inselbewohnern und Touristen wird sie auch „Ré la Blanche“, also „Ré die Weiße“, genannt. Eine griechische Kosmographie aus dem VII. Jahrhundert nennt die Insel unter dem Namen „Ratis“. Es gibt dort ausgedehnte Marschbodenflächen, Pinien- und Zypressenwälder sowie feine Sandstrände.

Die Insel gehört zum Département Charente-Maritime in der Region Poitou-Charentes

Landwirtschaft

Hauptsächlich im fruchtbaren Osten der Insel wird auf mehr oder weniger großen Parzellen Landwirtschaft betrieben. Auf der Insel werden überwiegend Kartoffeln, Gemüse und Wein angebaut. Der leichte bis mittelschwere Sandboden erlaubt den Anbau von Kartoffelsorten, die es in Frankreich sonst nicht gibt. Sie sind die einzigen Kartoffeln in ganz Frankreich, die das Prädikat A.O.C. tragen dürfen. Das Gemüse wird frankreichweit unter der eigens geschaffenen und geschützten Herkunftsbezeichnung „Île de Ré“ vermarktet.

Salz

Ein heute weniger bedeutender Wirtschaftsfaktor ist die Salzgewinnung in den Salzgärten bei Loix. Sie beanspruchen etwa 350 Hektar. Der an den Ufern wachsende Queller wird frisch oder konserviert verkauft. Früher wurden bei der Arbeit mit dem Salz großteils Esel eingesetzt, deren Beine zum Schutz vor Insekten mit karierten Hosen bekleidet wurden. Die hosentragenden Esel sind eines der Wahrzeichen der Insel. Eine große Herde gibt es noch auf dem Gelände der Festung von Saint-Martin-de-Ré. Das „Ecomusée des Marais Salants“ informiert über die Geschichte der Salzgewinnung auf der Île de Ré.

 

 

Weinbau

Bereits seit dem 10. Jahrhundert wird auf der Insel Wein angebaut, der von da an neben dem Salz eine der wichtigsten Einnahmequellen war. Die Anbauflächen dehnten sich zeitweilig weit über 1.500 ha aus, so dass der ganze südöstliche Teil der Insel, nur von einigen Getreidefeldern unterbrochen, mit Weinpflanzen bedeckt war. Im 18. Jahrhundert erntete man regelmäßig zwischen 20.000 und 40.000 Fässer. Gedüngt wurden die Pflanzen mit Seetang. Von der Reblauskatastrophe in den Jahren 1875 bis 1880 blieb auch der Weinbau auf der Insel nicht verschont. Sie wirkte sich stark auf den Weinbau aus; nur die Pflanzen, die auf den Dünen standen, blieben weitgehend verschont. In der heutigen Zeit werden auf den verbliebenen 650 ha Rebfläche (mit steigender Tendenz) die Traubensorten Sauvignon Blanc (60 ha), Colombard (40 ha), Chardonnay (40 ha), Cabernet Sauvignon (160 ha), Cabernet Franc (160 ha), Merlot (165 ha) und Ugni Blanc (35 ha) angebaut.

Die geernteten Trauben werden in der Winzergenossenschaft (Cooperative) der Insel gekeltert. Hier entstehen Landweine in Form von Weißwein, Rotwein und Rosé, die als Vin de Pays Charentais Île de Ré verkauft werden. Dazu wird der regionaltypische Pineau aus weißem oder rotem Traubenmost namens „Ilrhea“ hergestellt. Da die Île de Ré am nordwestlichen Rand des Cognac-Gebiets liegt, wird auch ein Cognac unter der Bezeichnung „Le Gouverneur“ gebrannt.

/Île_de_Ré

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Obiger Text beruht unter anderem auf Informationen der wikipedia Seite de.wikipedia.org/wiki/Île_de_Ré mit Stand 02.2012. Das Lagebild wurde ebenfalls dieser Seite entnommen und steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.

 

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